Forschung über Meditation und Achtsamkeit

Meditation im Fokus der Forschung

Wer schon mal für eine Weile unter guter Anleitung meditiert hat, weiß wie kraftvoll der Einfluss auf unser Leben, Erleben und Verhalten sein kann. Die inneren Einsichten, die wir durch Meditation gewinnen können, sind so überzeugend, dass wir keine weitere Bestätigung durch die Wissenschaft brauchen. Wie sagen doch die Engländer so schön: „The proof is in the pudding”.

Dennoch ist es natürlich wichtig, neben der persönlichen Gewissheit auch einen „objektiven“, wissenschaftlichen Blick auf Meditation zu werfen. Und in den letzten 15 Jahren ist da einiges passiert. Das Ausmaß an wissenschaftlichen Studien ist rasant angestiegen. Und obwohl wir uns mitten in der Entwicklung dieses Forschungsbereichs befinden, kristallisieren sich mittlerweile die ersten verlässlichen und vertrauenswürdigen Befunde heraus, was Meditation für das wirkliche Leben schaffen kann.

Wissenschaftliche Fundierung unserer Arbeit

In unserer Arbeit und bei der Weiterentwicklung unserer Angebote berücksichtigen wir die neuesten Erkenntnisse der internationalen Forschung. Mit Dr. Malinowski haben wir einen der führenden Meditationsforscher in unserem Team, und sitzen damit sozusagen direkt an der Quelle. Damit sind uns die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse der emotionalen, kognitiven, und neurowissenschaftlichen Grundlagen von Meditation unmittelbar zugänglich.

Im Zusammenhang mit der Liverpool John Moores University evaluieren wir zudem den Nutzen unserer eigenen Arbeit. Im Laufe der Zeit bauen wir so eine umfassende Sammlung wissenschaftlicher Daten auf, die Auskunft die Effekte unserer Angebote geben wird.

Meditation und Kognition – 10 Minuten pro Tag

Wie Dr. Malinowski in verschiedenen Studien zeigen konnte, lassen sich positive Einflüsse von Meditation auf das Gehirn schon recht frühzeitig nachweisen. Acht Wochen lang für 10 Minuten täglich eine einfache Achtsamkeitsmeditation zu üben, führte zu einer messbaren Verbesserung von Gehirnaktivität bei kognitiven Verarbeitungsprozessen, die besonders mit der bewussten Steuerung unseres Verhaltens zu tun haben, und dies auch noch bei einem Durchschnittsalter von 65 Jahren.

Quellen:

  • Malinowski, P., Moore, A. W., Mead, B. R. & Gruber, T. (2017). Mindful Aging: The effects of regular brief mindfulness practice on electrophysiological markers of cognitive and affective processing in older adults. Mindfulness, 8(1), 78-94.
  • Malinowski, P. (2013). Neural mechanisms of attentional control in mindfulness meditation. Frontiers in Neuroscience, 7, 8.
  • Moore, A.W., Gruber T., Derose, J. and Malinowski, P. (2012). Regular, brief mindfulness meditation practice improves electrophysiological markers of attentional control. Frontiers in Human Neuroscience, 6, 18.

Meditation und Achtsamkeit in Unternehmen: Engagement und Resilienz

Der nachgewiesene kognitive und emotionale Nutzen von Meditation ist sicherlich auch für die Arbeitswelt von Nutzen. Obwohl die Forschung in dem Bereich noch deutlich hinterher hinkt, gibt es vermehrt Studien, die sich auch dieser Thematik annehmen.
Beispielsweise konnte das Team von Dr Malinowski bei einer Befragung von 300 Angestellten verschiedener Berufsgruppen feststellen, dass insbesondere die Fähigkeit seine inneren Erlebnisse nicht sofort zu bewerten und nicht sofort – sozusagen auf Autopilot – drauf anzuspringen, mit Wohlbefinden, Engagement und Resilienz einherging. Kurz gesagt, fühlten sich achtsamere Angestellte besser, engagierten sich mehr bei der Arbeit und waren auch psychologisch widerstandsfähiger. Wie das Schaubild unten zeigt, spielten dabei unter anderem auch positive Gefühle und eine optimistische Lebenseinstellung eine Rolle.

Figure adapted from Malinowski and Lim 2015

Quelle: Malinowski, P. & Lim, H. J. (2015). Mindfulness at work: Positive affect, hope, and optimism mediate the relationship between dispositional mindfulness, work engagement and wellbeing. Mindfulness, 6(6), 1250-1262.

Wir helfen Ihnen bei der Evaluierung

Übrigens teilen wir auch gerne unsere wissenschaftliche Expertise der Evaluierung von Meditationsangeboten: Sind Sie selbst Anbieter von Achtsamkeitsprogrammen und möchten Ihren Kunden mitteilen, wie wirksam Ihre Arbeit ist? Dann helfen wir Ihnen gerne, die Effektivität Ihrer eigenen Angebote zu erfassen. Die Möglichkeiten reichen von unserer schnellen und einfachen TIA-Evaluierung mit einem kurzen, kompakten Fragebogen, bis hin zur maßgeschneiderten, umfassenden Evaluierung aller für sie wichtigen Aspekte. Sprechen sie uns einfach an!

Unsere Veröffentlichungen zu Meditation und Achtsamkeit

  • Malinowski, P. (in press). A snapshot of the science of meditation and mindfulness. PsycCRITIQUES
  • Fisher, N. R., Mead, M. R., Lattimore, P. & Malinowski, P. (2017). Dispositional mindfulness and reward motivated eating: The role of emotion regulation and mental habit. Appetite, 118, 41-48. doi: 10.1016/j.appet.2017.07.019
  • Jo, H. G., Malinowski, P. & Schmidt, S. (2017). Frontal theta dynamics during response conflict in long-term mindfulness meditators. Frontiers in Human Neuroscience, 11: 299. doi: 10.3389/fnhum.2017.00299
  • Lattimore, P., Mead, B. R., Irwin, L., Grice, L., Carson, R. & Malinowski, P. (2017). ‘I can’t accept that feeling’: Relationships between interoceptive awareness, mindfulness and eating disorder symptoms in females with, and at-risk of an eating disorder. Psychiatry Research, 247, 163-171. doi: 10.1016/j.psychres.2016.11.022
  • Malinowski, P. (2017). Mindfulness. In S. Schneider & M. Velmans (Eds.), The Blackwell Companion to Consciousness, 2nd edition. Oxford: Wiley & Son.
  • Malinowski, P., Moore, A. W., Mead, B. R. & Gruber, T. (2017). Mindful Aging: The effects of regular brief mindfulness practice on electrophysiological markers of cognitive and affective processing in older adults. Mindfulness, 8(1), 78-94. doi: 10.1007/s12671-015-0482-8
  • Malinowski, P. & Shalamanova, L. (2017). Meditation and cognitive ageing: The role of mindfulness meditation in building cognitive reserve. Journal of Cognitive Enhancement 1(2), 96-106. doi: 10.1007/s41465-017-0022-7
  • Malinowski, P. (2016). Zum achtsamen Umgang mit Achtsamkeit. Buddhismus Aktuell, 29(1), 48-50.
  • Fisher, N. R., Lattimore, P. & Malinowski, P. (2016). Attention with a mindful attitude attenuates subjective appetitive reactions and food intake following food-cue exposure. Appetite, 99, 10-16. doi: 10.1016/j.appet.2015.12.009
  • Malinowski, P. & Lim, H. J. (2015). Mindfulness at work: Positive affect, hope, and optimism mediate the relationship between dispositional mindfulness, work engagement and wellbeing. Mindfulness, 6(6), 1250-1262. doi: 10.1007/s12671-015-0388-5
  • Stumbrys, T., Erlacher, D. & Malinowski, P. (2015). Meta-awareness during day and night: the relationship between mindfulness and lucid dreaming. Imagination, Cognition and Personality, 34(4), 415-433. doi: 10.1177/0276236615572594
  • Malinowski, P. (2013). Flourishing through meditation and mindfulness. In S. David, I. Boniwell & A. Conley Ayers (Eds.), Oxford Handbook of Happiness (pp. 384-396). Oxford: Oxford University Press.
  • Malinowski, P. (2013). Neural mechanisms of attentional control in mindfulness meditation. Frontiers in Neuroscience, 7, 8. doi: 10.3389/fnins.2013.00008
  • Malinowski, P. (2013). Science and Meditation. Buddhism Today, 32, 38-41.
  • Malinowski, P. (2012). Wirkmechanismen der Achtsamkeitspraxis. Wie fördert Meditation positive psychologische Veränderungen? In M. Zimmermann, C. Spitz & S. Schmidt (Eds.), Achtsamkeit: Ein buddhistisches Konzept erobert die Wissenschaft. Hans Huber
  • Moore, A.W., Gruber T., Derose, J. and Malinowski, P. (2012). Regular, brief mindfulness meditation practice improves electrophysiological markers of attentional control. Frontiers in Human Neuroscience, 6, 18. doi: 10.3389/fnhum.2012.00018
  • Chiesa, A. & Malinowski, P. (2011). Mindfulness based approaches: are they all the same? Journal of Clinical Psychology, 67(4), 1-21. doi: 10.1002/jclp.20776
  • Lattimore, P., Fisher, N., & Malinowski, P. (2011). A Cross-sectional Investigation of Trait Disinhibition and its Association with Mindfulness and Impulsivity. Appetite, 56, 241-248. doi: 10.1016/j.appet.2010.12.007
  • Malinowski, P. (2011). Meditation in the Lab: Science Discovers Buddhism. The Middle Way, 85(4), 223-230.
  • Malinowski, P. (2010). Flourishing – Welches Glück hätten Sie gern?: Positive Eigenschaften kultivieren und Schwierigkeiten meistern. München: Random House/Irisiana.
  • Moore, A. & Malinowski, P. (2009). Meditation, mindfulness and cognitive flexibility. Consciousness & Cognition, 18(1), 176-186. doi:10.1016/j.concog.2008.12.008
  • Malinowski, P. (2008). Mindfulness as psychological dimension: Concepts and applications. Irish Journal of Psychology, 29(1),155-166. doi: 10.1080/03033910.2008.10446281
  • Malinowski, P. (2006). The brain in meditation: Part 2. Buddhism Today, 18, 28-31.
  • Malinowski, P. (2006). The brain in meditation: Part 1. Buddhism Today, 17, 6-11.
  • Malinowski, P. (2003). Das Gehirn – Quelle des Bewusstseins? Buddhismus Heute, 35, 78-85.

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